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01. Empfehlung
zur Fußpflege bei Diabetes
02. Ein
Übel kommt selten allein
03. Das
geht Ihren Füßen auf die Nerven
04. Durchblutungsstörungen
- so können sie sich bemerkbar machen
05. So können
sich Infektionen bemerkbar machen
06. Auch Füße
baden gern
07. Raspel, Messer,
Schere bitte nicht
08. Ein Blick nach
unten
09. Wo drückt
der Schuh ?
10. Beim Schuhkauf
sollten Sie nicht nur nach Geschmack wählen
11. Darauf stehen
Ihre Füße
12. Nützliche
Adressen bei Fußprobleme |
Gut zu Fuß
Empfehlung zur Fußpflege
bei Diabetes
Sie werden täglich 16 Stunden
mehr oder weniger belastet, tragen
ganze Körper, manchmal auch
zwei und sind ein emsiges
Fortbewegungsmittel: unsere Füße.
Druckstellen und kleinste
Verletzungen an den Füßen
können aufgrund der Zuckerkrankheit zu
langwierigen Beschwerden führen.
Fußpflege ist deshalb für
Diabetiker ein besonders wichtiges
Thema:
Jeder vierte Diabetiker ist für
Fußprobleme anfällig. Jeder zehnte
Diabetiker hat Probleme mit Wunden
und Entzündungen an den
Füßen, die oft mit Gefühlsstörungen
(Neuropathie) an den Füßen
einhergehen. Ein Viertel aller Kosten
für stationäre Diabetes-
behandlung wird durch Fußprobleme
verursacht. Jährlich
müssen sich 25.000 Diabetiker
einer Fußamputation unterziehen.
Damit es gar nicht erst soweit kommt.
haben wir für Sie das
Wichtigste zum Thema Fußpflege
und Diabetes zusammengestellt.
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Ein Übel kommt selten allein
Begleiterkrankungen des Diabetes
wie Durchblutungsstörungen (periphere
Verschlußkrankheit) und Beeinträchtigungen
der Bein- und Fußnerven (diabetische
periphere Polyneuropathie) begünstigen
die Entstehung von Fußverletzungen. |
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Durch die Nervenstörungen werden
Druckstellen und
Verletzungen nicht als Schmerzen
wahrgenommen, eine
schlechte Blutversorgung erschwert
die Heilung. Bakterien
und Pilze können die Wunde
infizieren. Es kann ein
"diabetischer Fuß" entstehen,
der schlimmstenfalls eine
Amputation notwendig macht.
Durchblutungsstörungen und Nervenschäden
werden
selten wirklich wahrgenommen. Dabei
ist es wichtig, früh
die Anzeichen zu erkennen, die auf
Durchblutungsstörungen oder
Nervenschäden deuten
können. |
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| Um Ihnen das Erkennen leichter zu
machen, haben wir für Sie die wichtigsten Hinweise zusammengestellt. |
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Durchblutungsstörungen -
so können sie sich bemerkbar machen
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Kalte Füße |
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Blasse oder bläulich verfärbte
Haut, besonders an Zehen und Fußrändern. |
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Wadenschmerzen und -krämpfe
beim Gehen und Treppensteigen. |
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Schmerzen im Liegen werden besser,
wenn die Füße aus dem Bett heraushängen. |
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Fersen, Fußränder und/oder
Zehenspitzen neigen zu kleinen Druckstellen,
Wunden oder Verletzungen. |
Durchblutugsstörungen müssen
nicht immer Schmerzen bereiten ! |
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So können sich Infektionen
bemerkbar machen |
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Rötungen und Verfärbungen
jeder Art |
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Absonderungen |
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Auftreten von Geschwüren |
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Bildung von Fußpilz |
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Entzündung von Hornhauteinrissen
besonders an der Ferse |
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Blasenbildung unter einer Schwiele |
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Schwellungen, besonders einseitige |
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| Auch eine Entzündung muß
noch lange keine Schmerzen verursachen ! |
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Auch Füße baden gern
Ein regelmäßiges Fußbad,
wenigstens jeden zweiten Tag, tut den Füßen besonders gut,
wenn Sie ein paar Regeln beachten.
Um die Haut nicht aufzuweichen und damit anfällig für
Verletzungen zu machen, sollte ein
Fußbad nicht länger als fünf Minuten dauern. |
Die ideale Wassertemperatur von
30°C bis 35°C
sollten Sie mit einem Thermometer
überprüfen, da
man sich beim einschätzen der
Temperatur leicht
vertut. Zur Reinigung verwenden
Sie am besten
eine parfumfreie, neutrale Flüssigseife
oder einen
hautschondenden Badezusatz, es gibt
jedoch auch
spezielle Produkte zur Fußpflege.
Von Massagehandschuhen oder Bürsten
sollten
Sie besser die Finger lassen - ihr
Gebrauch kann zu
gefährlichen Hautverletzungen
führen. |
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Beim Abtrocknen sollten Sie die
Zehenzwischenräume nicht vergessen, gerade hier kann es
bei feuchter Haut leicht zu Infektionen
wie Fußpilz kommen. Für zarte, elastische Haut an
den Füßen sorgt eine
fetthaltige Creme. Achten Sie jedoch bitte darauf, daß sich kein
Fett
zwischen den Zehen ansammeln kann.
Eine geeignetes Fußpflegemittel kann Ihnen Ihr Arzt oder
Apotheker empfehlen. |
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Raspel, Messer, Schere bitte
nicht |
Hornhautraspeln, Rasierklingen,
spitze Scheren und Hühneraugenpflaster sind weit
verbreitete Fußpflegewerkzeuge
und reichlich ungeeignet, um Füße und Nägel von
Diabetikern zu pflegen, da ihr Gebrauch
leicht zu Verletzungen führt.
Hornhaut kann einfach und schondend
mit einem Bimsstein entfernt, Nägel können
mit einerSandpapierfeile gekürzt
werden.
Sollten Sie sich einmal verletzt
haben, legen Sie bitte einen Verband an und kontrollieren Sie die Wunde,
bis sie abgeheilt ist. Wenn Sie sich unsicher sind,
suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. |
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Ein Blick nach unten |
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Schlecht sitzende Schuhe, ein scheuerndes
Riemchen,
langes Gehen oder Stehen kann Bagatellverletzungen
verursachen
oder spröde Haut einreißen
lassen.
Viele Diabetiker spüren solche
kleinen Verletzungen gar nicht. |
Umso wichtiger ist der tägliche
Blick nicht nur
auf die Füße, sondern
auch auf Zehenzwischenräume
und Fußsohlen: ein Handspiegel
kann dabei eine gute
Hilfe sein, um Blasen, Druckstellen,
Rötungen,
Einrisse, Hühneraugen und Schwielen
frühzeitig zu
entdecken. |
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Wenn Sie unsicher sind, ob eine
Veränderung an Ihren Füßen behandelt werden muß´,
sprechen Sie Ihren Arzt
an - der sich Ihre Füße
übrigens am besten regelmäßig anschauen sollte, um die
gefährdeten Stellen rechtzeitig
zu erkennen. |
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Beim Schuhkauf sollten Sie nicht
nur nach Geschmack wählen:
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Kaufen Sie Ihre Schuhe wirklich
passend und bequem |
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Tragen Sie beim Kauf die Strümpfe
oder Socken (ohne Naht), die Sie auch später zu
diesen Schuhen tragen würden. |
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Die beste zeit für einen Schuhkauf
ist der späte Nachmittag, wenn die Füße
möglicherweise etwas dicker
sind als am Vormittag. |
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Achten Sie auf einen weiten Spann,
breite, weiche Kappen, genügend Halt, möglichst
keine Innennähte, mäßig
hohe Absätze und eine ausreichend dicke Sohle. |
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Bei einer Neigung zu Druckstellen
und Schwielen kaufen Sie am besten spezielle
Diabetikerschuhe und lassen sich
dabei eingehend beraten. |
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Wenn Sie dann gefunden haben, was
Ihnen paßt und gefällt
, laufen Sie Ihre
Schuhe möglichst langsam ein.
Tasten
Sie Ihre Schuhe vor dem Anziehen
vin
innen ab - kleine Steinchen oder
andere
Fremdkörper entdecken Sie dann,
bevor
Sie Ihren Füßen schaden
können.
Wechseln Sie Ihre Schuhe möglichst
zwei- bis dreimal pro Tag. Damit
beugen Sie feuchten Füßen
und
Druckstellen vor. |
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Darauf stehen Ihre Füße
Barfußlaufen ist zwar gesund,aber
empfindlichen Diabetikerfüßen aufgrund der
Verletzungsgefahr nicht zu empfehlen.
Bequeme Hausschuhe oder Badeschuhe für Strand
und Schwimmbad sind ein hoffentlich
passender Ersatz.
Und jeden Tag frische Socken sind
eigentlich selbstverständlich, oder ? Für ein gesundes
Fußklima sorgen kochfeste
Baumwollsocken. Kalte Füße sollten nie mit einem Heizkissen
oder einer Wärmflasche gewärmt
werden, ein Fußbad mit höchstens 35°C warmem Wasser
(Thermometer !) hilft genauso. |
Ähnlich ist´s mit der
Sonne:
Gerade der Fußrücken
ist sonnenempfindlich. Schützen Sie die
Haut deshalb mit einer Sonnencreme,
die einen ausreichend
hohen Lichtschutzfaktor hat, oder
tragen Sie Söckchen.
Bewegung und Sport fördern die
Durchblutung. Schon die
tägliche Fußgymnastik
unterstützt die Gesundheit Ihrer Füße.
Wie wär´s mit ein wenig
Bewegung der Zehen und
Fußgelenke beim Lesen oder
Fernsehen ?
Ganz besonders angenehm ist eine
kleine Fußmassage.
Sie fühlen sich danach wie
neugeboren und die Füße
sind bestens durchblutet. |
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Nützliche Adressen bei Fußproblemen
Bei Fußproblemen wenden Sie
sich bitte an Ihren Arzt. Er wird Sie eventuell zur
Mitbehandlung an eine Diabetes-Fußambulanz
überweisen.
Weitere Auskünfte zum Diabetischen
Fuß erhalten Sie auch bei folgenden Vereinigungen: |
Deutscher Diabetiker-Bund e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Danziger Weg 1
58511 Lüdenscheid
Tel.x
02351/989153
Fax.l
02351/989150 |
Verband der Diabetesberater(innen)
in Deutschland e.V.
Geschäftsstelle 108
40223 Düsseldorf
Tel. 0211/1566217 |
Deutsche Diabetes-Gesellschaft
Geschäftsstelle
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Tel.x
0234/930956
Fax.l
0234/930957 |
Deutsche Diabetes-Stiftung
Pressestelle, Anita Storch
Pöllatstraße 1
81539 München
Tel. 089/890675 |
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|
Quelle: Roche Diagnostics GmbH |
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